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Bau des Teilabschnitts A der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Wahle – Mecklar zwischen den Umspannwerken Wahle und Lamspringe

Planfeststellungsverfahren

Die Tennet TSO GmbH hat für den Bau des Teilabschnittes A der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Wahle - Mecklar zwischen den Umspannwerken Wahle und Lamspringe die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens beantragt.

Die Planung umfasst die Errichtung und den Betrieb der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung LH-10-3033 zwischen dem Umspannwerk (UW) Wahle und dem neu zu errichtenden UW Lamspringe. Der beantragte Leitungsabschnitt wird als Teilabschnitt A bezeichnet und ist einer von vier planfestzustellenden Abschnitten, in welche die geplante 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Wahle - Mecklar aufgeteilt ist.

Der Teilabschnitt A hat eine Länge von ca. 60 km und verläuft in Nord-Süd-Richtung beginnend im Landkreis Peine durch das Gebiet der Stadt Salzgitter sowie durch die Landkreise Wolfenbüttel und Hildesheim. Vom UW Wahle in Richtung Süden kreuzt die Leitungstrasse die 220-kV-Leitung LH-10-2024 Lehrte - Wahle der TTG sowie die Bundesstraßen B 65 und B 1. Vor Bodenstedt schwenkt die Leitung in westliche Richtung zwischen den Ortschaften Liedingen und Bodenstedt bis zur B 1 und von dort entlang in Bündelung zur B 1 in Richtung Groß Lafferde. Hinter dem Klein Lafferder Holz knickt die Leitung in südlicher Richtung nach Söhlde ab, überspannt das Kreideabbaugebiet und führt im weiteren Verlauf östlich an Burgdorf vorbei. Im Bereich des Kreideabbaugebietes sowie des angrenzenden Windparks wird die vorhandene 220-kV-Leitung LH-10-2027 Mehrum-Hallendorf der TTG zwischen Mast A042 und A047 auf einem gemeinsamen Gestänge mit der geplanten 380-kV-Leitung geführt. Von dort verläuft die Leitung in Bündelung mit der Bundesautobahn A 39 und ab dem Autobahndreieck Salzgitter in Bündelung mit der A 7. Ab dem Mast A099 knickt die Leitung nach Westen in Richtung Bockenem ab. In dem Bereich der Masten A108 und A111 wird die 110-kV-Leitung LH-10-1138 der Eon Netz GmbH (ENE) auf einem gemeinsamen Gestänge mit der geplanten 380-kV-Leitung geführt. Die Trasse verläuft anschließend über die B 243 und weiter südlich von Groß Ilde und Evensen in Richtung Lamspringe. Vor Lamspringe wird zudem die 110-kV-Bahnstromfreileitung Nr. 0458 Kreiensen - Rethen der DB Energie GmbH zwischen Mast A139 und Mast A144 auf einem gemeinsamen Gestänge mit der geplanten 380-kV-Leitung geführt.

Die Leitungsmitnahme der 220-kV-Leitung LH-10-2027 Mehrum-Hallendorf der TTG, der 110-kV-Leitung LH-10-1138 Abzweig Bockenem der Eon Netz (ENE) und der 110-kV-Bahnstromfreileitung Nr. 0458 Kreiensen - Rethen der DB Energie sowie die Ein- und Ausschleifungen in die Umspannwerke, die Provisorien und der Rückbau der nicht mehr benötigten Abschnitte der genannten, von der geplanten 380-kV-Leitung mitgeführten Leitungen sind Gegenstand dieses beantragten Planfeststellungsverfahrens der 380-kV-Leitung Wahle - Lamspringe.

Das für den Bau notwendige Planfeststellungsverfahren ist am 26. September 2013 eingeleitet worden. Die Planunterlagen haben in der Zeit vom 4. November 2013 bis einschließlich 3. Dezember 2013 in den Städten Salzgitter, Bockenem und Vienenburg, den Gemeinden Vechelde, Lahstedt, Lengede, Söhlde, Holle und den Samtgemeinden Baddeckenstedt, Schladen und Lamspringe zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegen. Zusätzlich waren die Planunterlagen über einen Link auf den Internetseiten der Auslegungsgemeinden online bei der Vorhabenträgerin einsehbar.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, konnte bis einschließlich 17. Dezember 2013 Einwendungen gegen den Plan erheben. Einwendungen sind nach Ablauf der vorgenannten Einwendungsfrist ausgeschlossen.

Eingegangen sind 79 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und 519 Einwendungsschreiben Privater. Schwerpunkte der Einwendungen sind u. a. die Forderung nach einer Erdkabelverlegung, mögliche Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder, Wertverlust der Immobilien, mögliche negative Auswirkungen auf die Tierwelt sowie Bewirtschaftungseinschränkungen durch vorgesehene Maststandorte. Auch die Forderung nach einem geänderten Trassenverlauf im Bereich der Gemeinde Burgdorf stellt einen Einwendungsschwerpunkt dar. Die Stellungnahmen und Einwendungen wurden der Antragstellerin (Vorhabenträgerin) zur Erstellung der Gegenäußerungen übergeben.

Der Erörterungstermin fand vom 4. bis 6. Mai 2015 und am 8. Mai 2015 in Hildesheim statt. Schwerpunkte der Erörterung waren u. a. die Forderung nach einer Erdkabelverlegung, mögliche Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder, Wertverlust der Immobilien, mögliche negative Auswirkungen auf Natur und Landschaft sowie Bewirtschaftungseinschränkungen durch vorgesehene Maststandorte. Auch die Forderung nach einem geänderten Trassenverlauf im Bereich der Gemeinde Burgdorf wurde diskutiert.

Die Vorhabenträgerin hat die Möglichkeit eines Erdkabelteilabschnittes auf der Grundlage des im Dezember 2015 geänderten Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG), im Bereich des Abschnitts A geprüft. Derzeit werden die erforderlichen Planunterlagen für die angestrebte Planänderung erarbeitet.

Das Verfahren wird fortgesetzt.



Die von der Vorhabenträgerin (Antragstellerin) eingereichten Übersichtspläne sowie der Erläuterungsbericht werden hier zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.

Planunterlagen zum Herunterladen:

Hochspannungsfreileitung

Link zur Antragstellerin:

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