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Ortsumgehung Waake im Zuge der Bundesstraße 27

Feierlicher erster Spatenstich am 19. März 2010

Quelle: www.lgn.niedersachsen.de

Die geplante Ortsumgehung Waake: Übersichtslageplan.

Die Ortsdurchfahrt von Waake (Landkreis Göttingen) soll vom starken Durchgangsverkehr entlastet werden. Hierzu ist eine nördliche Umfahrung der Ortslage geplant. Die Ortsumgehung wurde im Dezember 2008 Teil des "Arbeitsplatzprogramms Bauen und Verkehr" des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Der für den Bau nötige Planfeststellungsbeschluss war schon im Dezember 2004 ergangen und wurde in der Folge beklagt. Die Klage wurde im November 2008 zurückgewiesen. Eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision hat das Bundesverwaltungsgericht am 28. Dezember 2009 zurückgewiesen. Der Beschluss ist damit unanfechtbar.

Der feierliche erste Spatenstich durch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sowie Dr. Oliver Liersch, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, fand am 19. März 2010 statt.

Darstellung der Verkehrsverhältnisse und Notwendigkeit der Ortsumgehung

Die Bundesstraße 27 hat die Funktion einer überregional bedeutsamen Hauptverkehrsstraße. Sie stellt die Verbindung zwischen dem Harz (Einzugsbereich der B 243 Nordhausen) und dem Oberzentrum Göttingen mit Anschluss an die A 7 her. Nach Grenzöffnung vergrößerte sich der Einzugsbereich der B 27 in die angrenzenden Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Die Verkehrsverhältnisse auf der B 27 sind weitestgehend durch den Bau von Ortsumgehungen (Gieboldehausen, Wollbrandshausen, Ebergötzen) und Ausbaumaßnahmen der verkehrlichen Bedeutung und der damit verbundenen Frequentierung angepasst worden. Trotz eines begrenzten Ausbaues der B 27 in Waake aus dem Jahre 1977 blieb die problematische Situation der Ortsdurchfahrt bestehen. Die aktuelle Verkehrsbelastung (Zählung 2005) beträgt für die Ortsdurchfahrt Waake insgesamt 16.700 Kfz/ Tag (Schwerverkehrsanteil 1.100 Kfz), davon rund 88 Prozent Durchgangsverkehr.

Die Anlieger an der Ortsdurchfahrt werden durch Verkehrslärm und Schadstoffemissionen, bedingt u. a. durch die Ampelanlage in der Ortsmitte, erheblich belastet. Im Regionalen Raumordnungsprogramm wird die Ortsdurchfahrt Waake als "stark lärmbelastet" eingestuft, weil eine Lärmbelastung von mehr als 67 dB(A) besteht.

Straßenbauliche Beschreibung

Die geplante Nordumgehung Waake beginnt westlich der Ortslage bei Bau-km 7+400 und verläuft südlich entlang vom "Haus am Södderich", bei Bau-km 8+150 überquert die B 27n einen vorhandenen Wirtschaftsweg. Bei Bau-km 8+650 und 8+950 wird die B 27 neu von einem Wirtschaftsweg bzw. einem Gemeindeverbindungsweg überführt. Sie verläuft ca. 100 m nördlich von der Bebauung auf Ackerflächen. Die Kreisstraße 9 wird bei Bau-km 9+520 überquert. Am Bauende bei Bau-km 9+920 mündet die B 27n in die alte B 27 ein.

Im Zuge des Neubaus sind sechs Brückenbauwerke geplant:

  • Waa 1: Unterführung der Anschlussstelle B27a/ B27n,
  • Waa 2: Unterführung eines Wirtschaftsweges und der Aue (Gewässer),
  • Waa 3: Überführung eines Wirtschaftsweges,
  • Waa 4: Überführung eines Gemeindeverbindungsweges,
  • Waa 5: Unterführung der K 9 und des Borntales,
  • Waa 6: Unterführung der Aue.

Für den Bau der B 27 neu ist der Regelquerschnitt RQ 15,5 (2+1-Verkehrsführung) vorgesehen, also eine einstreifige Verkehrsführung je Fahrtrichtung mit wechselseitigem Überholfahrstreifen. Die neue Straße ist kreuzungs- und anbaufrei geplant.

Die Länge der Neubaustrecke beträgt rund 2,5 km. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf insgesamt rund 14,7 Millionen Euro. Kostenträger ist die Bundesrepublik Deutschland. Die alte Ortsdurchfahrt wird nach der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung zu einer Kreisstraße herabgestuft.

Bundesstraße 27

Presseinformationen

zum feierlichen ersten Spatenstich der Ortsumgehung Waake am 19.03.2010 auf den Seiten

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