Die Bundesautobahn 1 wird zwischen dem Autobahndreieck Buchholz (A 261) bei Hamburg und dem Bremer Kreuz (A 27) sechsstreifig ausgebaut. Die A 1 ("Hansalinie") ist innerhalb der Bundesrepublik Deutschland eine der wichtigsten Straßenverbindungen und verbindet innerhalb des europäischen Fernstraßennetzes die deutschen Seehäfen und die skandinavischen Länder mit den süd- und südwesteuropäischen Wirtschaftsräumen, insbesondere mit Frankreich und den Beneluxstaaten. Die A 1 ist Bestandteil des transeuropäischen Netzes (TEN). Das Verkehrsaufkommen im Abschnitt zwischen Hamburg und Bremen liegt derzeit bei rund 70.000 Kraftfahrzeugen am Tag bei einem Güterverkehrsanteil von rund 25 Prozent. Die hier vierspurig angelegte A 1 wird dieser Verkehrsbelastung nicht mehr gerecht.
Die Realisierung des sechsstreifigen Ausbaus erfolgt auf der Grundlage einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit (Public Private Partnership, PPP) als so genanntes "A-Modell". Nach der A 8 in Bayern (Augsburg – München) und der A 4 in Thüringen (Landesgrenze Hessen – Gotha) ist der Ausbau der A 1 in Niedersachsen das bundesweit dritte und bislang größte PPP-Projekt im Autobahnausbau, initiiert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Die planrechtliche Absicherung des sechsstreifigen Ausbaus wurde in sieben Planfeststellungsverfahren zwischen August 2001 (Einleitung des ersten Verfahrens) und Januar 2006 (letzter Planfeststellungsbeschluss) herbeigeführt. Die sieben Beschlüsse mittlerweile sämtlich unanfechtbar.
Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat den rund 72,5 km langen Abschnitt der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen am 10. Juni 2008 an ein privates Konsortium, die Projektgesellschaft A1 mobil, vergeben. Hinter dieser Gesellschaft stehen die Unternehmen Bilfinger Berger AG (42,5 Prozent), Laing Roads Ltd. (42,5 Prozent) und Johann Bunte (15 Prozent).
Die Konzession läuft über 30 Jahre und begann am 4. August 2008. Das Projekt umfasst neben dem Straßenbau unter anderem den Neubau von 74 Brücken (36 Überführungen, 38 Unterführungen), den Neu- oder Umbau von 18 Park- und Rastanlagenden sowie den Umbau von acht Anschlussstellen; eine neue Anschlussstelle bei Elsdorf ist außerdem in der Planung. Neben der baulichen Leistung obliegt dem Konzessionsnehmer auch die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Erhaltungszustand und den Betrieb der Strecke bis 2038. Im Gegenzug für seine Leistungen erhält er einen Anteil der auf dem von ihm betreuten Streckenabschnitt anfallenden Lkw-Maut.
Offizieller Baubeginn war am 21. November 2008 mit der Enthüllung des Bauschildes duch den seinerzeitigen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Dirk Söhngen, Geschäftsführer der Bilfinger Berger Project Investments. Bis Ende 2009 wurden die ersten Abschnitte fertig gestellt.
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Kontakt zum Konzessionsnehmer: |
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A 1 mobil GmbH & Co. KG |
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Stader Str. 36 27419 Sittensen Tel: (04282) 5 09 82-30 Fax: (04282) 5 09 82-99 info@a1-mobil.de |
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