Die geplante Autobahn 39 soll die Lücke im Autobahnnetz zwischen Wolfsburg (A 39) und Lüneburg (A 250) schließen. Zusätzlich ist die Schaffung einer leistungsfähigen Bundesstraße als Querspange zwischen der A 14 in Sachsen-Anhalt und der A 39 im Zuge der B 190n geplant.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat das Linienbestimmungsverfahren für die Bundesautobahn A 39 von Wolfsburg bis Lüneburg Ende Oktober 2008 abgeschlossen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg des Planungsprozesses erreicht. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens mit der landesplanerisch festgestellten Trasse am 20. Dezember 2007 beim BMVBS den Antrag auf Linienbestimmung nach § 16 (1) FStrG gestellt.
Die Linienbestimmung des BMVBS entspricht der landesplanerisch festgestellten Trasse. Sie verläuft von der Anschlussstelle Handorf auf der bestehenden A 250 über die Anschlussstelle Lüneburg-Nord und die bestehende B 4 bis zur B 216 (Dahlenburger Landstraße). Nördlich der Verknüpfung mit der B 216 verlässt die A 39 die Trasse der B 4 Richtung Osten, quert im Bereich des Gewerbegebietes Neu Hagen und verläuft weiter in südöstlicher Richtung. Zwischen Wendisch Evern und Barendorf führt sie über den Elbe-Seitenkanal und verläuft in Parallellage zu diesem südlich bis Altenmedingen. Während Secklendorf östlich passiert wird, führt die A 39 an Römstedt, Oetzen, Rätzlingen und Hanstedt II westlich vorbei. Ab Lehmke knickt die A 39 in südöstlicher Richtung ab und passiert Soltendieck im Westen. Nach der östlichen Umgehung Bad Bodenteichs verläuft die A 39 ab Langenbrügge wiederum in Parallellage zum Elbe-Seitenkanal bis Höhe Wentorf. Von hier führt sie westlich an Wittingen, dem VW-Testgelände, Ehra und Jembke vorbei. Nach der östlichen Umgehung von Tappenbeck schließt die A 39 im Bereich der B 188 an die bestehenden A 39 an.
Die Trasse hat eine Länge von rund 105 km. Eine Übersichtskarte der linienbestimmten Trasse steht links zum Herunterladen bereit.
Neben der A 39 wurde die Fortführung der Bundesstraße 190n in Richtung Westen bis zur Kreuzung der heutigen B 4/ B 191 bei Breitenhees ebenfalls förmlich bestimmt, da sie als Bestandteil des Gesamtkonzeptes verkehrlich erforderlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Teilabschnitt der Bundesstraße 190n östlich der A 39 wird zusammen mit der Bundesstraße 190n in Sachsen-Anhalt, deren Antrag auf Linienbestimmung bereits beim BMVBS vorliegt, förmlich bestimmt.