Die Bundesautobahn 7 zwischen den Autobahndreiecken Drammetal (A 38) und Salzgitter (A 39) wurde zwischen 1937 und 1959 in Betrieb genommen. Mitte der Achtzigerjahre erfolgte eine Grundsanierung, wobei die Breite der Fahrbahnen unverändert blieb. Ende der Neunzigerjahre wurde im Rahmen der Weltausstellung (Expo 2000) die Nutzung der Standstreifen als Fahrstreifen untersucht. Dabei zeigte sich, dass diese Lösung wegen erheblicher Einschränkungen bei der Leistungsfähigkeit, Verkehrssicherheit und der zulässigen Geschwindigkeit bestenfalls als temporäre Maßnahme geeignet ist.
Die A 7 wird zunehmend vom Wirtschaftsverkehr in Anspruch genommen. Dabei handelt es sich zum großen Teil um internationalen Transitverkehr zwischen Nord- und Südeuropa, der während der Ferienreisezeiten durch erheblichen Urlaubsverkehr noch verstärkt wird. Wegen fehlender Alternativrouten auf niedersächsischem Gebiet kommt es zu einer starken Verkehrsbündelung auf der A 7 zwischen Hamburg und Kassel und den damit verbundenen Verkehrsbeeinträchtigungen auf den noch nicht sechsstreifig ausgebauten Strecken.
Auch im vorliegenden vierstreifigen Abschnitt der A 7 kommt es wegen des starken Verkehrs mit einem Schwerlastverkehrsanteil von rund 20 Prozent immer wieder zu Behinderungen. Insbesondere bei Überholvorgängen und beim Einfädeln im Bereich des Dreiecks Salzgitter und in den Steigungsstrecken macht sich das Fehlen einer dritten Fahrspur negativ bemerkbar. Der Verkehrsablauf wird gestört und die Verkehrssicherheit beeinträchtigt.
Die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung im Jahr 2000 betrug zwischen 53.000 Kfz pro Tag (zwischen den Anschlussstellen Echte und Northeim-Nord) und 66.000 Kfz pro Tag (zwischen den Anschlussstellen Bockenem und Rhüden) bei einem durchschnittlichen Lkw-Anteil von rund 20 Prozent. Die Verkehrsprognosen für das Jahr 2025 sagen eine Steigerung der Verkehrsbelastung auf rund 57.000 bis 80.000 Kfz pro Tag voraus.
Mit dem Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen als Anlage zum Fernstraßenausbaugesetz ist für den sechsstreifigen Ausbau der A 7 zwischen dem Autobahndreieck Salzgitter (A 39) und der Anschlussstelle Göttingen der vordringliche Bedarf festgestellt worden. Das Land Niedersachsen hat damit den Auftrag zur Umsetzung dieser Maßnahme bekommen und führt diesen im Geschäftsbereich Gandersheim der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus.
Der sechsstreifige Ausbau der A 7 beinhaltet neben der Fahrbahnverbreiterung durch den Anbau eines dritten Fahrstreifens in jeder Fahrtrichtung diverse Änderungen bzw. Ergänzungen der Entwässerungsanlagen sowie Vorkehrungen für den aktiven Lärmschutz zugunsten der Wohnbebauung.