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Planung und Bau der Autobahn 26
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Verfahrensablauf
Bundesautobahn 26
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Verlauf der A 26: Übersichtslageplan
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Übersicht über die Bauabschnitte
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Planung und Bau der Autobahn 26 zwischen Drochtersen und dem Anschluss an die A 7
1. Bauabschnitt zwischen Stade und Horneburg am 23. Oktober 2008 für den Verkehr freigegeben

Die zurzeit bedeutendste Straßenverkehrsverbindung im Unterelberaum zwischen Hamburg und Cuxhaven ist die Bundesstraße 73. Für die Städte Stade und Buxtehude ist sie die wichtigste Verbindungsstraße nach Hamburg und stellt daneben die Verknüpfung mit dem Autobahnnetz im Süden Hamburgs (A 7, A 1 und A 250) her. Durch den Bau der Autobahn 26 soll die B 73, über die der heutige und künftige Verkehr nicht mehr mit der erforderlichen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit abgewickelt werden kann, als großräumige und regionale Straßenverbindung ersetzt werden.

Die künftige A 26 von Stade nach Hamburg wird im südwestlich der Elbe gelegenen Wirtschaftsraum mit dem Oberzentrum Hamburg eine wichtige Verkehrsfunktion übernehmen. Die Streckenlänge der gesamten A 26 von Stade bis zur Verknüpfung mit der A 7 auf dem Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg beträgt etwa 33 km. Die A 26 ist von Drochtersen bis Hamburg (Anschluss an die A 7) in fünf Bauabschnitte aufgeteilt:

  • 1. Bauabschnitt von Stade bis östlich Horneburg (K 36), Länge 11,2 km
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  • 2. Bauabschnitt von östlich Horneburg bis östlich Buxtehude (K 40), Länge 9,15 km
    mehr...
  • 3. Bauabschnitt von östlich Buxtehude bis Neu Wulmstorf, Länge 4,1 km
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  • 4. Bauabschnitt von Neu Wulmstorf bis zum Anschluss an die A 7, Länge 8,7 km
    mehr...
  • 5. Bauabschnitt von Drochtersen (K 28) bis Stade, Länge rund 15 km
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Der 1. Bauabschnitt von Stade bis östlich Horneburg wurde am 23. Oktober 2008 für den Verkehr freigegeben. Im 2. Abschnitt hat der Bau begonnen. Die übrigen Abschnitte befinden sich in der Planung.

Quelle: www.lgn.niedersachsen.de
Die neue Anschlussstelle Stade-Süd (Kaisereichen)

Beschreibung der derzeitigen Verkehrsverhältnisse

Die historisch gewachsene Straßenverbindung der B 73 von Hamburg nach Cuxhaven hat ihren Verlauf auf dem Geestrücken, der das Urstromtal der Elbe im Südwesten begrenzt. Sie verbindet die Städte und dörflichen Siedlungen entlang der B 73. Die wichtigsten Orte dieses Abschnittes sind die Städte Buxtehude und Stade, die inzwischen Gewerbe- und Industriestandorte mit bedeutender Wirtschaftskraft sind. Die B 73 muss aufgrund der beschriebenen Entwicklung den Fernverkehr aufnehmen und gleichzeitig in den Ortsdurchfahrten den Binnenverkehr abwickeln und die anliegenden Grundstücke erschließen.

Auf der freien Strecke werden von der Bundesstraße auch die land- und forstwirtschaftlichen Flächen erschlossen, so dass zusätzliche landwirtschaftliche Verkehre die Straße belasten und den Verkehrsfluss behindern. Für die Orte Stade, Horneburg und Buxtehude wurden Ortsumgehungen gebaut, die aber infolge der städtebaulichen Entwicklungen inzwischen wieder in großen Abschnitten innerhalb der Bebauung liegen.

Zwischen Landesgrenze Hamburg und Stade besteht der Querschnitt der B 73 bis auf die Ortsdurchfahrt Neu Wulmstorf aus einer einbahnigen, zweistreifigen Fahrbahn mit einem abgesetzten Radweg an der Nordseite. Die kreuzenden und einmündenden Straßen werden zum größten Teil in plangleichen Knoten mit der B 73 verknüpft. Lediglich in den Ortsdurchfahrten Buxtehude und Stade kreuzen einige Straßen planfrei. Alle wichtigen und hochbelasteten Knoten sind mit Lichtsignalanlagen zur Regelung des Verkehrs ausgestattet. In einigen Ortsdurchfahrten wurden bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsdämpfung (Einengungen/ Fahrbahnteiler) ausgeführt.

Annähernd parallel zur B 73 verläuft der Straßenzug der L 125/ L 140 von Dollern über Jork nach Hamburg-Neuenfelde. Eine weitere Straßenverbindung im Zuge der L 140/ K 39 am Elbufer führt von Stade nach Hamburg-Finkenwerder. Diese Ost-West-Verbindungen werden durch eine Reihe von in Nord-Süd-Richtung verlaufende Landes- und Kreisstraßen miteinander und mit der B 73 verbunden.

Die Verkehrsbelastung auf der B 73 setzt sich aus der Spitzenbelastung im Berufsverkehr, aus dem Wirtschaftsverkehr, aus dem landwirtschaftlichen Verkehr und an den Wochenenden bzw. zu bestimmten Jahreszeiten aus dem Erholungsverkehr zusammen. Der Berufsverkehr wird durch den Pendlerverkehr von und nach Hamburg geprägt. Infolge der Entwicklung der Industrie- und Gewerbegebiete in Stade und Buxtehude ist eine weitere Belastung hinzugekommen, die sich insbesondere in den Knoten auswirkt. Durch die wirtschaftliche Verflechtung der Zentren Stade, Buxtehude und Hamburg ist eine zunehmende ganztägige Belastung durch Lkw-Verkehr festzustellen. Gemäß Verkehrsmengenkarten des Landes Niedersachsen von 1975 bis 2005 wurde die B 73 im Jahresmittel wie folgt belastet (Durchschnittlicher täglicher Verkehr DTV in Kfz/ 24 h):

  1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005
Stade 15.786 18.327 18.574 22.018 25.189 24.611 22.100
Horneburg 13.789 13.833 15.146 17.952 17.283 16.084 19.500
Buxtehude 17.554 18.620 21.685 26.067 25.987 24.455 29.000


Auf den so genannten "Nebenstrecken" L 140, L 125 und K 39 ergaben sich die nachstehenden Verkehrsbelastungen (DTV Kfz/ 24 h):

  1975   1980   1985   1990   1995 2000   2005
L 140          

6.135

6.252

6.176

7.789

9.602

9.386

10.700

L 125

2.809

4.123

5.608

5.651

6.289

6.896

7.100

K 39

1.054

k. A.

6.567

8.044

12.106

9.155

11.100


Vergleicht man die Verkehrsmengenentwicklung im Zeitraum von 1990 bis 2005, so erkennt man, dass die Zahlen für die B 73 in etwa konstant geblieben sind. Die Stagnation bestätigt auch die Grenze der Leistungsfähigkeit des Ausbaustandard RQ 12,5 (= 12,5 Meter Fahrbahnbreite) der B 73, die im Allgemeinen bei rund 20.000 Kfz/ 24 h angenommen wird und dabei allerdings immer abhängig ist von der jeweiligen Situation (Zusammensetzung des Verkehrs etc.). Der nächst höhere Querschnitt RQ 15,5 ist nach RAS-Q 96 bis ca. 23.000 Kfz/ 24 h einsetzbar. Damit überschreitet die derzeitige Belastung der B 73 schon jetzt, also ohne Verkehrszunahmen, die genannten Belastungsgrenzen.

Auf den Nebenstrecken hat die Belastung aber deutlich, zwischenzeitlich sogar bis zu ca. 50 Prozent, zugenommen. Dies weist darauf hin, dass aufgrund des Überschreitens der Auslastung des Querschnittes der B 73 der Verkehr auf das nachgeordnete Netz und die Parallelstrecken ausweicht.

Die hohen Verkehrsbelastungen führen in den Ortsdurchfahrten zu unzumutbaren Beeinträchtigungen der dort ansässigen Bewohner. Die trennende Wirkung der B 73 behindert in erheblichem Maße die Entwicklung und Gestaltung der Orte. Die vom Kraftfahrzeugverkehr ausgehenden Lärm- und Schadstoffemissionen haben inzwischen ein Maß erreicht, dass die Wohnqualität erheblich vermindert. Diese Aussagen gelten, wenn auch nicht in solch starken Ausmaßen, ebenfalls für die L 140 und K 39.

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