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Der Heidkopftunnel ("Tunnel der Deutschen Einheit")

Der Heidkopftunnel im Zuge der Autobahn 38  
Der Heidkopftunnel im Zuge der Autobahn 38.

Der Heidkopftunnel oder "Tunnel der Deutschen Einheit" hat eine Länge von 1.724 m und verbindet die Bundesländer Niedersachsen und Thüringen. Er ist der längste Tunnel in Niedersachsen und Teil der Bundesautobahn A 38 zwischen Göttingen und Halle. Benannt ist er nach einem Höhenzug in der Nähe, der bis 1990 die Grenze der beiden deutschen Staaten bildete.

Als Teil des "Verkehrsprojektes Deutsche Einheit" verbindet der Tunnel den Raum Göttingen (A 7) mit dem Raum Leipzig/ Halle (A 9) und schafft Verkehrsbeziehungen darüber hinaus.

Für die Unterhaltung des Tunnels einschließlich des rund 300 m langen Tunnelabschnitts, der in Thüringen liegt, ist das Land Niedersachsen, vertreten durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, zuständig. Grundlage dieser Regelung ist ein entsprechender Staatsvertrag mit Thüringen.


Heidkopftunnel
Strecke A 38 Göttingen - Halle Bauweise bergmännisch
Länge 1.724 m Baubeginn 23. März 2004
Röhren 2, richtungsgetrennt Inbetriebnahme 21. Dezember 2006
Fahrstreifen 2 je Röhre Baukosten rund 58 Mio. €
Kartengrundlage: www.lgn.niedersachsen.de
Lage des Heidkopftunnels an der A 38 südlich von Göttingen.

Betrieb und Unterhaltung des Heidkopftunnels werden durch unseren regionalen Geschäftsbereich Gandersheim gewährleistet. Die Überwachung rund um die Uhr erfolgt in der Autobahnmeisterei Göttingen beziehungsweise in unserer Betriebs- und Tunnelzentrale in Hannover.

Der Heidkopftunnel besteht aus zwei Tunnelröhren mit jeweils zwei Fahrstreifen, beidseitigen Notgehwegen und Pannenbuchten im Abstand von weniger als 600 m. Die insgesamt fünf angelegten Fluchtstollen, bestehend aus zwei Überfahrten und drei Übergängen, haben einen Abstand von rund 300 m und ermöglichen den Durchgang zur Nachbarröhre, die im Notfall sicherer Rettungsweg ist.

Die Sicherheitseinrichtungen wie Beleuchtung, Belüftung, Kommunikation und Brandschutz sowie die Organisation und der Betrieb im Heidkopftunnel entsprechen den Richtlinien für Ausstattung und Betrieb von Straßentunneln (RABT, Ausgabe 2006) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen und damit dem Stand der Technik.

Im EuroTAP-Test des ADAC erhielt der Heidkopftunnel 2008 die Gesamtnote "sehr gut".

2011 wurde der Heidkopftunnel mit zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen nach neuesten Forschungsergebnissen der Bundesanstalt für Straßenwesen nachgerüstet. Im Januar 2012 erfolgte die Freigabe des Tunnels für Gefahrgut-Transporte.

Beachten Sie zum Heidkopftunnel auch unsere Presseinformation vom 16.12.2016.

A 38: Tunnel
Sicherheitsinformationen:

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat zwei Informationsbroschüren zum Thema Tunnelsicherheit veröffentlicht, die wir nachfolgend zum Download anbieten.

 Sicherheit geht vor: Straßentunnel in Deutschland
(PDF, 0,37 MB)

 Richtiges Verhalten im Straßentunnel
(PDF, 0,39 MB)

Eine der beiden Röhren im Heidkopftunnel  

Eine der beiden Röhren im Heidkopftunnel.

Artikel-Informationen

16.12.2016

Ansprechpartner/in:
Christian Klingelhöfer

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Dezernat 32 (Konstruktiver Ingenieurbau)
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2511
Fax: (0511) 3034-2099

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