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Errichtung der 380-kV-Leitung Stade – Landesbergen, Abschnitt Elsdorf – Sottrum

Planfeststellungsverfahren


Die Tennet TSO GmbH hat die Errichtung und den Betrieb der 380-kV-Leitung Stade – Landesbergen, Abschnitt 3: Elsdorf – Sottrum (Landkreis Rotenburg), von dem neu zubauenden Masten Nr. 1094 bis zum Portal des Umspannwerkes (UW) Sottrum und den Rückbau der 220-kV-Leitung Stade – Sottrum von Mast Nr. 116 (exklusive) bis zum Portal des UW Sottrum, bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beantragt.

Das beantragte Bauvorhaben beinhaltet den Neubau von insgesamt 20,2 Kilometer Freileitung mit 52 Masten und den Rückbau von 21,9 Kilometer Freileitungen mit 58 Masten. Das Vorhaben ist Teil des Ersatzes der bestehenden 220-kV-Höchstspannungsleitungen zwischen dem Raum Stade – Dollern und dem UW Landesbergen durch eine leistungsstärkere 380-kV-Höchstspannungsleitung.

Der plangegenständliche Rückbau der 220-kV-Leitung Stade – Sottrum beginnt nordöstlich von Heeslingen und führt durch das FFH-Gebiet „Oste mit Nebenbächen“. Der geplante Neubau der 380-kV-Leitungstrasse beginnt erst im Gebiet der Gemeinde Elsdorf westlich der Ortschaft Frankenbostel und verläuft in südlicher Richtung in der Trasse der zurückzubauenden 220-kV-Leitung in Parallellage zur bestehenden 380-kV-Leitung Sottrum – Dollern. Sie quert zunächst das Stadtgebiet Zeven, östlich an Wistedt vorbei, und erreicht im weiteren Verlauf nach Südwesten die Gemeinde Gyhum. Westlich Gyhum wird die Bundesstraße 71 gekreuzt. Dann erreicht die Leitung das Gebiet der Gemeinde Horstedt und verlässt in diesem Bereich die Bestandstrasse der 220-kV-Leitung Stade – Sottrum. Es folgt die Kreuzung der Bundesautobahn A 1 und danach, bereits auf dem Gebiet der Gemeinde Reeßum, nördlich von Schleeßel, die Querung des FFH-Gebietes „Wiestetal, Glindbusch, Borchelsmoor“. Nach der Querung wird die Leitung westlich um Schleeßel geführt und verlässt dafür erneut die Bestandstrasse. Nahe der Kreisstraße zwischen Clüversborstel und Schleeßel verläuft sie wieder in der Bestandstrasse um diese auf dem Gebiet der Gemeinde Sottrum endgültig zu verlassen. Die zu errichtende Leitung kreuzt die 110-kV-Leitung Sottrum – Sittensen und quert folgend den Windpark Sottrum. Im Anschluss an den Windpark kreuzt die geplante Leitung die Bundesstraße 75, knickt nach Westen ab und bindet an die Portale des UW Sottrum ein.

An der 110-kV-Leitung Sottrum – Sittensen und 110-kV-Bahnstromleitung Ritterhude – Bremervörde werden provisorische Maßnahmen durchgeführt. Diese finden zum Teil im FFH-Gebiet „Wiestetal, Glindbusch, Borchelsmoor“ statt.

Für das Bauvorhaben einschließlich der landschaftspflegerischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden Grundstücke in den folgenden Gemeinden und Gemarkungen beansprucht:

  • Gemeinde Reeß, Gemarkungen: Clüversborstel, Schleeßel, Taaken,
  • Gemeinde Sottrum, Gemarkung: Sottrum, Gemeinde Hassendorf, Gemarkung: Hassendorf,
  • Gemeinde Horstedt: Gemarkung: Horstedt,
  • Gemeinde Gyhum: Gemarkungen: Bockel, Gyhum, Nartum,
  • Gemeinde Elsdorf: Gemarkung: Frankenbostel,
  • Stadt Zeven: Gemarkung: Wistedt,
  • Gemeinde Heeslingen: Gemarkung: Wiersdorf,
  • Gemeinde Tarmstedt: Gemarkung: Bülstedt,
  • Stadt Visselhövede: Gemarkungen: Schwitschen, Hiddingen.

Die Planfeststellungsunterlagen lagen in der Zeit vom 10. Dezember 2018 bis einschließlich 16. Januar 2019 in den Samtgemeinden Sottrum, Zeven und Tarmstedt sowie in der Stadt Visselhövede zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

Die Planfeststellungsunterlagen können auch auf der Internetseite des zentralen UVP-Portals des Landes Niedersachsen über den o. a. Auslegungszeitraum hinaus unter https://uvp.niedersachsen.de/startseite eingesehen werden. Im Falle von Abweichungen ist der Inhalt der zur Einsicht ausgelegten Unterlagen maßgeblich (§ 20 Abs. 2 Satz 2 UVPG).

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann sich mit Beginn der Auslegung bis einschließlich 18. Februar 2019 zu der Planung äußern.

Das Verfahren wird fortgesetzt.



Ein Teil der vom Antragsteller übermittelten Unterlagen wird nachfolgend zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.

Eingereichte Planunterlagen:

Hochspannungsfreileitung
Link zur Antragstellerin:

Hinweis
Artikel-Informationen

17.01.2019

Ansprechpartner/in:
Andreas Langner

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Stabsstelle Planfeststellung
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover
Tel: (0511) 3034-2909
Fax: (0511) 3034-2099

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