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Ortsumgehungen Celle und Groß Hehlen (B 3): Landesbehörde informiert über Planungsstände

Außerdem Ausblick zur B 214 „Altenceller Schneede“


Mittelteil der Ortsumgehung

In den beklagten Planfeststellungsbeschluss zum Mittelteil der Ortsumgehung Celle (B 3) werden Änderungen eingebracht. Dies teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr jetzt in Verden mit. Eine Überprüfung der Inhalte habe ergeben, dass einige Änderungen im Planfeststellungsbeschluss im Hinblick auf umweltökologische Belange notwendig und sachgerecht seien.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Mittelteil der Ortsumgehung Celle (zwischen der B 214 und der B 191) vom 30. November 2011 waren vier Klagen in der Hauptsache eingereicht worden. Weiterhin wurde in einem Fall auch der gesetzliche Sofortvollzug erfolgreich angegriffen.

Aufgrund der Hinweise im Beschluss des Oberverwaltungsgerichts vom 27. September 2012 zum Sofortvollzug hat die Planfeststellungsbehörde den Planfeststellungsbeschluss unter Einbeziehung entsprechender Fachleute und Fachbehörden noch einmal einer gründlichen Überprüfung unterzogen. Seitdem ruhte auf Wunsch aller Beteiligten das Gerichtsverfahren in der Hauptsache.

Die beabsichtigten Änderungen im Planfeststellungsbeschluss beziehen sich auf:

  • ergänzende Erhebungen der Rastvögel, Fledermäuse, Fische und Rundmäuler sowie Libellen,
  • die Beurteilung der Barrierewirkung geplanter Brückenbauwerke,
  • den Stickstoffeintrag in ein FFH-Gebiet im Zusammenhang mit dem Neubau des Ortsumgehungsabschnitts,
  • die Ermittlung der Überflutungshäufigkeiten für ausgewählte Flächen entlang der Aller und Lachte im potenziellen Einflussbereich des Ortsumgehungsabschnitts,
  • ein Teilgutachten zur FFH-Verträglichkeitsuntersuchung versauernder und eutrophierender Schadstoffeinträge in (semi-)terrestrische Lebensräume der FFH-Gebiete.„Lutter, Lachte, Aschau (mit einigen Nebenbächen)“ und „Aller (mit Barnbruch), untere Leine, untere Oker“ bei Celle.

Hierzu führt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Planfeststellungsbehörde in Kürze ein Planänderungs- und -ergänzungsverfahren durch, in dem die jeweils Beteiligten (Fachbehörden, Naturschutzvereinigungen) direkt angehört werden. Auf den Planänderungs- und -ergänzungsbeschluss können die Kläger ihre bisher erhobenen Klagen erweitern.

Nordteil der Ortsumgehung

Für den Nordteil der Ortsumgehung Celle (B 191 bis B 3) wurde der erarbeitete Entwurf dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zur Genehmigung vorgelegt. Dieses hat mit Datum vom 8. Mai 2014 den so genannten ,,Gesehen-Vermerk’’ (Zustimmung) erteilt. Die Projektgruppe wird jetzt für den nächsten Planungsschritt zügig die Planfeststellungsunterlagen erarbeiten. Bis Ende des laufenden Jahres soll das Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Mit einer Verfahrensdauer von wenigstens zwei Jahren muss nach Behördenangaben gerechnet werden.

Ortsumgehung Groß Hehlen

Für die Ortsumgehung Groß Hehlen wird der Entwurf zur Vorlage beim BMVI zurzeit erarbeitet. Noch vor der Sommerpause soll die Planung dem Arbeitskreis und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Herbst dieses Jahres werden dann die Unterlagen dem BMVI zur Genehmigung vorgelegt. Eine Rückgabe dieser Unterlagen wird nicht vor Anfang 2016 erwartet.

Aktueller Stand der Baumaßnahme B 214 „Altenceller Schneede“

Nach der Verkehrsfreigabe für den Südteil der Ortsumgehung Celle am 20. Juni 2013 wurde mit dem Ausbau der B 214 im Bereich Celle/ Altencelle in zwei Abschnitten begonnen. Der Abschnitt von dem Knotenpunkt mit der B 3 bis zum Hotel „Schaper Krug“ einschließlich des Knotenpunktes „Große Redder“ wurde bis Mitte März 2014 umgebaut, anschließend begann der Umbau des Knotenpunktes „Altenceller Schneede“. Die Fertigstellung des 2. Abschnittes und damit der Gesamtmaßnahme ist für Anfang Juli 2014 geplant.

Die Baumaßnahme auf einem Straßenzug mit rund 24.000 Kfz/ Tag war und ist nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine Herausforderung für die betroffenen Autofahrer und Anlieger, aber auch für die Baufirmen und beteiligten Ingenieurbüros.

Für die Beeinträchtigungen bittet die Landesbehörde in Verden um Verständnis und zeigt sich offen für Hinweise, Anregungen oder Kritik.

Presseinformation
Artikel-Informationen

22.05.2014

Ansprechpartner/in:
Gisela Schütt

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Verden
Geschäftsbereichsleiterin
Bgm.-Münchmeyer-Straße 10
27283 Verden
Tel: (04231) 9239-174
Fax: (04231) 9239-55-100

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