Niedersachen klar Logo

Lücke in der Autobahn 39 ist geschlossen

Landesbehörde gab letztes Teilstück zwischen Cremlingen und dem Kreuz Wolfsburg/ Königslutter (A 2) am Freitag frei


Der Lückenschluss der Autobahn 39 mit der A 2 im Kreuz Wolfsburg/ Königslutter ist vollzogen. Am [heutigen] Freitagmittag gab die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den letzten, rund sieben Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Cremlingen und dem Autobahnkreuz für den Verkehr frei.

Als "großen Wurf für die Region" bezeichnete Bernd Mühlnickel, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde aus Wolfenbüttel, den Lückenschluss. Die neue Verbindung erlaube es sowohl dem Fernverkehr zwischen Kassel und Berlin als auch dem Regionalverkehr zwischen Salzgitter und Wolfsburg, die enge Braunschweiger Westtangente (A 391) künftig zu umfahren. Die Fahrstrecke zwischen dem Dreieck Braunschweig-Südwest und dem Kreuz Wolfsburg/ Königslutter verkürze sich um rund 6,5 Kilometer, die Fahrzeit reduziere sich um rund zehn Minuten, und die umliegenden Ortschaften würden vom Verkehr entlastet.

"Dem Lückenschluss kommt aber nicht nur regional eine große Bedeutung zu, er ist auch überregional ein wichtiger Baustein beim weiteren Ausbau der A 39 in Richtung Lüneburg", betonte Mühlnickel weiter. Hier hätten erst vor wenigen Tagen die Entwurfsplanungen begonnen, nachdem Ende 2008 die Trassenführung vom Bundesverkehrsministerium festgelegt worden sei.

Die Bauarbeiten an dem rund sieben Kilometer langen Teilstück hatten im August 2005 begonnen. Die ursprünglich für Dezember 2008 geplante Freigabe hatte sich zuletzt wegen des strengen Frostes um wenige Wochen verzögert.

In den nächsten Tagen und Wochen würde nun Zug um Zug die Wegweisung im Straßennetz der gesamten Region aktualisiert. "Fernziele wie Berlin müssen jetzt auf hunderten von Schildern anders ausgewiesen werden", gab Mühlnickel ein Beispiel. Im Frühjahr würden zudem noch kleinere Restarbeiten an der Strecke ausgeführt, die zu örtlichen Behinderungen führen könnten. Außerdem müssten noch Wirtschaftswege links und rechts der neuen Autobahn hergestellt werden.

Der bei Cremlingen festgestellte Bauschaden mache es zunächst erforderlich, den Verkehr in diesem Bereich auf rund 1.000 Metern Länge einstreifig je Fahrtrichtung zu führen, bedauerte der Geschäftsbereichsleiter. Auch die Anschlussstelle Cremlingen müsse aus Richtung Wolfsburg kommend zunächst provisorisch eingerichtet werden. Die Ursache der Fahrbahnrisse werde zurzeit gerichtlich geklärt. "Wir wollten die Freigabe der A 39 deswegen aber nicht warten lassen", erklärte Mühlnickel. "Die Vorteile des Lückenschlusses überwiegen die Auswirkungen des Engpasses bei weitem."

Entlang der Strecke sind neun Brücken entstanden, darunter eine Eisenbahnbrücke für die Bahnstrecke Braunschweig – Helmstedt und zwei Landschaftsbrücken, um Tieren das Queren der Autobahn zu ermöglichen und die Wildwechsel-Gefahr für Kraftfahrer zu verringern. Die Landesstraße 633 zwischen Hordorf und Scheppau ist über die neue Anschlussstelle Scheppau an die A 39 angebunden.

Die Baukosten des letzten Teilstücks der Autobahn 39 belaufen sich auf rund 54,7 Millionen Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen.

Im bereits im September 2006 fertig gestellten Abschnitt der A 39 zwischen Sickte und Cremlingen sind in beiden Fahrtrichtungen Parkplätze mit WC-Anlagen geplant; hier läuft zurzeit das für den Bau nötige Planfeststellungsverfahren.

Ein Streifenwagen der Autobahnpolizei holt den Verkehr erstmals auf die neue Strecke  
Ein Streifenwagen der Autobahnpolizei holt den Verkehr erstmals auf die neue Strecke.
Bernd Mühlnickel, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde  
Bernd Mühlnickel, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde, gab den Autobahn-Abschnitt für den Verkehr frei.
Presseinformation
Zuständig für den Inhalt dieser Presseinformation:

Artikel-Informationen

30.01.2009

Ansprechpartner/in:
Bernd Mühlnickel

Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Geschäftsbereich Wolfenbüttel
Geschäftsbereichsleiter
Sophienstraße 5
38304 Wolfenbüttel
Tel: (05331) 8809-162
Fax: (05331) 8809-199

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln